Allgemeines:
Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) ist ein politischer Studentenverband, der bundesweit tätig ist und seinen Sitz in Berlin hat. Derzeit gibt es über 100 Hochschulgruppen, die dem RCDS angehören und zu einzelnen Landesverbänden (bei uns dem Landesverband Bayern) zählen. Die Mitgliederzahl beläuft sich auf etwa 8000.
Die politische Arbeit des RCDS basiert auf den christlich-abendländischen Grundwerten und somit bekennen wir uns zu der freiheitlich-demokratischen Grundordnung, den Menschenrechten, der sozialen Marktwirtschaft und dem Grundgedanken der Europäischen Einigung.
Geschichte:
Auf der ersten Bundesdelegiertenversammlung vom 25.-27. August 1951 in Bonn wurde der RCDS offiziell gegründet.
Erste christlich-demokratische Hochschulgruppen (CDH) gab es jedoch bereits kurz nach Ende des zweiten Weltkrieges. Diese waren vor allem in der ehemaligen SBZ vertreten, um der Hochschulpolitik der SED Widerstand zu leisten.
Mit Abschaffung der Studienräte in der DDR (die FDJ wurde zur alleinigen Interessenvertretung erklärt) flohen zahlreiche Aktivisten der CDH in die Bundesrepublik Deutschland und setzten dort ihre Arbeit an den Hochschulen fort, was schlussendlich in der Gründung des RCDS mündete.
Zu Beginn der politischen Arbeit des RCDS wurde das konservative Wählerpotential mehrheitlich durch (vorwiegend katholische) Studentenverbindungen und Studentengemeinden bestimmt, weshalb der RCDS anfangs eher eine Nebenrolle in der Hochschulpolitik spielte.
Im Jahre 1957 beschloss der RCDS das erste bundesweite Programm: „Leitsätze zur Hochschulreform und Studienförderung“.
Mit Beginn der 1960er Jahre konnte der RCDS seine Position in den Studentenparlamenten zeitweilig stärken, geriet jedoch infolge der Studentenbewegung wieder in die Defensive.
Dennoch sind wir stolz, dass in diesen Jahren einige heutige bedeutende Politiker ihre ersten Gehversuche in der Politik machten, und zwar als Mitglieder bzw. Vorsitzende der diversen RCDS-Gruppen. Insbesondere in Erlangen sind wir sehr stolz auf Joachim Herrmann, der nicht nur RCDS-Vorsitzender unserer Hochschulgruppe, sondern auch auf Bayernebene war.
Als zu Beginn der 1990er Jahre, die einstmals mehrheitlich vertretenen, linken Studentenverbände zusammenbrachen, konnte der RCDS wieder verstärkt in der studentischen Politik Fuß fassen und sich für die Interessen der Studierenden einsetzen.
Im April 2008 gründete der RCDS zusammen mit acht weiteren Organisationen aus dem Hochschulbereich (u.a. mit dem Deutschem Studentenwerk) die sogenannte "Hochschulallianz". Ziel dieses Bündnisses ist es, eine gemeinsame Interessenvertretung von Lehrenden und Lernenden gegenüber der Politik aufzubauen und für die Interessen der Wissenschaft einzutreten.
Geschichte des RCDS